Ulla’s Amazing Wee Blog

March 31, 2005

Phillis Wheatley

Filed under: Translations — Ulla @ 12:23 am

Phillis war eine Wegbereiterin des Abolitionismus. Sie wurde 1753 geboren. Phillis war in ihrer Zeit eine der berühmtesten DichterInnen in Amerika. Sie wurde an der afrikanischen Westküste geboren und aus der Senegal-Gambia Gegend geraubt, als sie ungefähr sieben Jahre alt war. Ihr ursprünglicher Name war “Fatou”. Als sie 1761 zur Auktion am Sklavenmarkt angeboten wurde, wurde sie durch Mrs Susannah Wheatley umbenannt.

Als sie 1761 durch John Wheatley als Begleiterin für seine Frau gekauft wurde, wurde sie nach Boston gebracht. Phillis wurde als Teil der Familie akzeptiert und mit den zwei anderen Kindern der Wheatley aufgezogen. Wegen ihrer schlechten Gesundheit, offensichtlicher Intelligenz, und der Zuneigung durch Susannah Wheatley, wurde Phillis niemals zu einer Hausbediensteten geschult, stattdessen wurde sie durch die Wheatley ermutigt Theology, englische, lateinische und griechische Literatur zu studieren. Es ist klar, dass das christliche Mitgefühl der Wheatley Familie der Nährboden war, durch das Phillis seltenes Talent gefördert wurde. Sie lernte die Bibel gut kennen, und drei englische Dichter – Milton, Pope und Gray berührten sie zutiefst und übten einen starken Einfluss auf ihre Verse aus.

Sie war Amerikas erste schwarze Dichterin. Phillis veröffentlichte ihr erstes Gedicht im Newport Rhode Island Mercury am 21. Dezember 1767, das Gedicht war über den König von England. Sie wurde zur Sensation in Boston als ihr Gedicht über den Tod des Geistlichen George Whitefield sie berühmt machte. Whitefield, der bekannte evangelische Prediger, welcher New England häufig bereiste, war zufälligerweise ein enger Freund der Gräfin Selina von Huntingdon. Phillis war wirklich sensational zu einer Zeit, in der es nicht möglich gehalten wurde, dass ein schwarzer Mensch imstande sein kann zu lesen und zu schreiben, aber es war ihr möglich ihre KritikerInnen zu verblüffen.

Außerstande den Gedichteband in Boston zu veröffentlichen, wendeten sich Phillis und die Wheatley nach London um mit Hilfe der Gräfin Selina von Huntington einen Herausgeber zu finden. Der Verleger ihres ersten Buches war Archibald Bell und war im Osten von London gelegen. 1773 war sie die erste Afro-Amerikanerin, welche ein Buch veröffentlichte.

Ihr literarisches Talent, Intelligenz und Frömmigkeit waren ein eindrucksvolles Beispiel für ihr Englisches und Amerikanisches Publikum als der Triumph des menschlichen Vermögens über die Umstände der Geburt. Der einzige Hinweis auf Ungerechtigkeit in einem ihrer Gedichte ist die Zeile “einige betrachten unsere schwarze Rasse mit Augen voller Verachtung”. Es sollten fast noch einmal hundert Jahre vergehen bevor ein anderer schwarzer Schriftsteller die Fassade der Konvention einreißt und offen über die Erfahrungen der Afro-Amerikaner schreibt.

Ein anderes Thema, welches wie ein roter Faden durch ihre Gedichte verläuft ist die Botschaft der Erlösung im Christentum – dass alle Männer und Frauen, ungeachtet ihrer Rasse oder Klasse der Erlösung bedürfen.

Phillis Wheatley wurde im Jahre 1776 gleichberechtigt und heiratete einen freien schwarzen Mann im Jahre 1778. Keines ihrer Kinder überlebte: sie verlor alle drei. Sie starb während der Geburt ihres dritten Kindes 1784.

Trotz ihrer Fähigkeiten war sie niemals im Stande ihre Familie zu unterstützen.

Obwohl sie in tiefster Armut starb, würden die nachfolgenden Generationen dort anknüpfen wo sie aufhörte. Phillis Wheatley war die erste schwarze SchriftstellerIn in Amerika von Bedeutung; und ihr Leben war ein begeisterndes Beispiel für spätere Afro-Amerikanische Generationen. Um 1830 druckten die Abolitionisten ihre Gedichte wieder, und die starken Ideen, die in den zutiefst bewegenden Versen enthalten sind, standen der Institution der Sklaverei entgegen.

Phillis Wheatleys stärkste Äusserung gegen die Sklaverei ist in diesem Brief, datiert 11.Februar 1774, an den Geistlichen Samson Occom enthalten.

Hochwürden und sehr verehrter Herr,

Ich habe am heutigen Tag ihr zuvorkommendes Sendschreiben erhalten, und bin sehr zufrieden mit ihren Begründungen die Neger zu respektieren, und halte es höchst sinnvoll was Sie ihnen zur Verteidigung ihrer angeborenen Rechte anbieten:

Jene, welche die Rechte verletzen, können nicht unempfindlich gegenüber dem göttlichen Licht sein, welches die starke Finsternis, die über dem Land von Afrika brütet, verdrängt; und das Chaos, welches so lange regierte, in eine wunderschöne Ordnung verwandelt, und mehr und mehr die prachtvolle Verbreitung religiöser und bürgerliche Freiheit, welche so unzertrennbar miteinander verbunden sind, deutlicher offenbart.

Es gibt wenig oder keinen Genuß von der einen Freiheit ohne der anderen:

anderenfalls wären die Israeliten um ihre Freiheit von der Sklaverei möglicherweise weniger besorgt gewesen, ich sage nicht dass sie ohne zufrieden gewesen wären, auf keinen Fall, weil Gott in jeder menschlichen Brust eine Grundregel eingepflanzt hat.

Es ist bei Unterdrückung ungeduldig und hechelt nach Befreiung; und durch den Abschied

unserer modernen Ägypter erkläre ich, das daselbe Grundprinzip in uns lebt.

Gott erfüllt die Befreiung in seiner eigenen Art und Weise, und in seiner eigenen Zeit, und Ehre bieten ihm all diejenigen, deren Geiz sie antreibt die Notstände ihrer Mitgechöpfe zuzulassen und mithilft sie zu fördern.

Dieses, wünsche ich nicht um ihnen zu schaden, aber um sie der merkwürdigen Absurdität ihres Verhaltens zu überzeugen, deren Worten den Taten diametral entgegengesetzt sind.

Wie gut der Schrei nach Freiheit, und das Gegenteil, die Einstellung zur Ausübung der unterdrückenden Macht, einander zustimmen – bescheiden glaube ich, daß es nicht die Tiefenwirkung eines Philosophen erfordert dies zu ermittlen.

(zuerst abgedruckt in der Connecticut Gazette am 11.März 1774)

Die letzten Jahre von Phillis Leben waren nicht sehr angenehm. Ihre Werke kamen aus der Mode. Der Krieg hinterliess alle mit knappen Geldmitteln. Sie versuchte einen zweiten Gedichtband zu veröffentlichen, aber es gab darauf keine Reaktion und so wurde es nie auf den Markt gebracht. Letzten Endes musste sie sich schwerer körperlicher Arbeit verdingen. Der zarte Körper, der ihr Leben lang ihre Schwäche war, musste nun unter ungewöhnten Bedingungen arbeiten. Es gibt keine Aufzeichnungen darüber welche Arbeit sie verrichtete, aber es ist zweifellos, dass es sehr anstrengend war.

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Portrait von Phillis Wheatley, welches in “Poems on Various Subjects, Religious and Moral, 1773″ [“Gedichte über verschiedene Lehrfächer,religiös und Moral,1773″] erschien.

Es gab den Vorschlag, das diese Eingravierung die Arbeit eines jungen afrikanischen Malers, Scipio Moorhead, sein könnte, welchem Phillis eines ihrer Gedichte gewidmet hatte.

March 28, 2005

last weeks

Filed under: General — @ 12:33 pm

[ from the dept. ]

The last weeks- since the last entry – passed like a fly. Not much time to do anything, really, just today it seems like the first day to relax. It is Easter Monday today, the clock has now been forwarded to British Summer Time and it is rainy as ever.
I had lots of visitors the last weeks, which is and was fun, but I did not really get to do my "homework" or "housework" as such. Noam Chomsky was in Edinburgh on Tuesday, but I could not make it, am still editing on the video. I released now the first alpha version and screen it to people to get some more proposals and creativity on how to make it better, and after a pile of suggestions will try to do some more work on it.

We have also been out "hillwalking against the G8" which meant that 2 policevans were waiting for us to follow us over the hills. However, we never got to Gleneagles or nearer surroundings as we never really left the pub situated in the middle of the walk. However, we visited some historical and pagan monuments, and as soon as we left the road got into some muddy fields trying to swallow us up.
However, it was good fun, it was sunny, and I even got a bit of a sun burn.

Then, a friend of mine organised an indymedia radio slot, so hopefully Indymedia Scotland will make it on the airwaves sooner or later.

The political film nights slowly gain momentum and audience; after hardly anybody going to the film nights, the last video about Noam Chomsky attracted maybe about 10, 15 people.
Now, it seems more people would like to get involved organising the screenings, and to combine these with workshops and discussions.
I am a bit sceptical if Tuesday evenings are a good time for attracting more people as it is usually one of the best TV nights here in Britain.

I also finally got approval for my first ever put in funding request for documentary film screenings, and hopefully can start a little bit here locally on screening documentaries.

Apart from that, I got also given a broken down car, which needs to be repaired.

This all sounds very dry and does not in any way reflect the hectic and exciting times over the last weeks.

I also found a really good video rental. It is situated at the other end of town, but has some classic and historical acclaimed films, unfortunately not many documentaries.



las

March 12, 2005

Women Vs. G8 video and report

Filed under: General — @ 12:24 pm

[ from the dept. ]

I am so in stress. There is so much to do and I just don’t seem to be able to cope with all and everything. The video about "Women Vs. G8" I have been editing the whole week, and last week, and it is still not finished.

There was an article in the Scotsman slagging of the group and everybody really should write a complaint about this article, if there is enough time, because this journalist tried very hard to misrepresent and create negative feelings towards the different groups of protesters and particularly also against the "Women Vs. G8" group, trying to sell the group as a whole of sexual unfulfilled lesbians taking over the Christians Women centre.



March 6, 2005

trip to Germany

Filed under: General — Ulla @ 9:28 am

Just returned from my trip to Germany, It was big fun as usual.Every time I go to Germany I want to stay there.
Though at the moment, it seems that the situation is not that good than last time: the unemployment rate is now the highest in Germany since the end of the second world war, more people live in poverty than ever in Germany, especially single mums, and the gap between the rich and the poor has widened again tremendously with the richest people being richer than ever before.
The new legislation has affected lots of unemployed by being driven into 1 Euro jobs to get their dole, the benefits have been lowered (or the conditions for getting benefits have been made more difficult, whichever way you look at it), and a visit to the doctor and drugs now are dependent on contributions.
Lots of shops are empty now. Last time I was there there was hardly any shop empty, now there are quite a lot.

Anyways apparantly the political scene in my hometown has grown bigger than never before, with lots of young people now involved.
There is a public food kitchen now 3 times a week, last week even 4 times.
The scene is rocked by a sexism discussion at the moment, which I find very interesting in the aspect how it is dealt with and how people, groups and organisations discuss it and what in the end is going to be decided. The discussion is shortly about a guy which is accused of having too many quite young girlfriends at once and not being honest with them; I wondered if stuff like that would ever get debatted here in Britain.
There are accusations that he might have abused his political experience to impress the girls and pressured them into a “free-love” attitude.
The women’s group calls to isolate the guy and to expell him out of all political organisations, groups, meetings, gatherings and exclude him from all parties and socials. Which is quite harsh in the way that the same calls usually go out after rape accusations, so there also seem to be difficulties in how appropriate a reaction would or could be. So, just to give a scary example to how strong feminism is in the left in Germany.
So be nice to the women in your group!

There was also a press conference organised by the refugee support group, which unfortunately I missed most of it. It has to do with another change of legislation, now, refugees who have leave to stay and have been in Germany partly for decades, have to apply to imigration to get a permission to work. Lots of people got denied their permission, suddenly, after 10 years of working. There is a fucked up law, that foreigners are only allowed to work in a job, when there were no suitable German applicants for the job, and suddenly, with the change of authoritiy they take it so seriously, that they drive families with kids into poverty and homelessness because they deny after long years of working, e.g. for McDonalds, a work permit for former refugees, and then, if they don’t have work, they would need to cancel their flats, move into state mass accomodation and then get deported, even though, e.g. in one case, they are married to a German woman, have 2 small children and the brother has provided work for the guy for more than 6 years. As authorities work slowly they started from the top of the alphabet with all Ethopians and Eritreans. The press conference was very successfull; about 100 people were there, and amongst them 80 Ethopians and Eritreans. The group got lots of support from the press, Amnesty International, employers, and from different affected Ethopians telling their life stories. However, some people had no permission to speak on the panel as their boss threatened them with sanctions.

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